Viel Lob bei der Verabschiedung von Herrn Hummler

Nach 17 Jahren als Schulleiter und weit über 30 Jahren am PG geht Herr Hummler in Pension. Mittlerweile ist bekannt, wer seine Nachfolge antritt: Frau Imlau aus Blaubeuren, die zuletzt am Kultus-Ministerium in Stuttgart tätig war. Am Freitag, den 02.07. wurde Herr Hummler feierlich verabschiedet und Frau Imlau als neue Schulleiterin des PG ernannt.

Mit einem mehr als zwei Stunden langen Festakt in der Gigelbergturnhalle wurde Herr Hummler am Freitag, den 2. Juli offiziell und mit viel Lob verabschiedet. Gleichzeitig wurde seine Nachfolgerin, Frau Imlau in ihr neues Amt eingesetzt.
Wie es sich für ein Gymnasium mit Musikprofil gehört, eröffnete der Oberstufenchor unter der Leitung von Thomas Dilger mit zwei Stücken aus dem Film "Die Kinder des Monsieur Mathieu" das Programm. Am Klavier begleitete Herr Benz.
Unsere stellvertretende Schulleiterin Frau Zipprich übernahm in erfrischender Art die Begrüßung und Vorstellung der anwesenden Prominenz.
Ihr kleiner Versprecher, als sie den scheidenden Schulleiter mit deutlich niedrigerem Dienstgrad anredete, lockerte die Atmosphäre spürbar auf.
Hermann Strampfer, der Regierungspräsident von Süd-Württemberg, skizzierte zu Beginn seiner Ansprache einen kleinen Abriss von Herrn Hummlers Lebensweg.<br //> Bei der Würdigung seines Direktorats betonte er vor allem die Entwicklung des PGs hin zu einer "offenen Schule". Er ging dabei noch einmal auf die zahlreichen Kooperationen der Schule ein, die Frau Zipprich bereits angesprochen hatte. (Jugendmusikschule, Jugendkunstschule, TG Biberach, DRK, Kirchen, u.v.m.)
Bei unserer zukünftigen Schulleiterin begann Herr Strampfer ebenfalls mit einem kurzen Lebenslauf. Zu Beginn ihrer Lehrerlaufbahn sammelte Frau Imlau in der Internatsschule Urspring bei Schelklingen gleich besonders intensive pädagogische Erfahrungen. Danach unterrichtete sie am Gymnasium Blaubeuren. 2004 wurde sie Fachberaterin für Schulentwicklung. Dieses Tätigkeitsfeld intensivierte sich zunehmend, so dass in den letzten Jahren das Kultusministerium in Stuttgart zu ihrer neuen Dienststelle wurde.
Jetzt, so der Regierungspräsident, erwarte Frau Imlau ein Traumjob. Denn als Schulleiter habe man einen immensen Gestaltungsspielraum. Für diese Aufgabe wünschte er ihr alles Gute und überreichte ihr die offizielle Ernennungsurkunde.
Auch bei Frau Hummler (rechts) bedankte sich Herr Strampfer mit einem Blumenstrauß für die Einschränkungen, die man als Partner eines Schulleiters in Kauf nehmen müsse.
Biberachs Oberbürgermeister Fettback sah in Herrn Hummler stets einen fordernden, manchmal auch anstrengenden Partner, dem es aber immer um die Sache - bzw. eigentlich eher um die Menschen in der Schulgemeinschaft ging.
Dementsprechend findet er es auch "jammerschade", dass dieser Pädagoge mit Herz und Leidenschaft nun von Bord geht. Er sah in Herrn Hummler die treibende Kraft der Schulentwicklung an seiner Schule, aber auch am ganzen Bildungsstandort Biberach, ein Glücksfall für die Stadt und den ganzen Landkreis. Nach mehreren Anläufen, wie man Reinhold Hummler wohl am besten charakterisieren könne, fand er schließlich zu der Bezeichnung eines "erfolgreichen Entwicklers".
Die Amtseinsetzung unserer zukünftigen Chefin verglich Thomas Fettback mit seiner eigenen vor über 16 Jahren. Auch ihm wurde damals bescheinigt, dass er ein gut bestelltes Feld übernehme. Dabei betonte er aber, dass auch ein solches immer weiter gehegt und gepflegt werden müsse, und dass dieser Prozess nie fertig wäre. Das PG verglich er mit einem Porsche, der noch ein Prototyp wäre und nun zur Serienreife geführt werden müsse.

Damit sie sich langsam schon einmal mit der Bedeutung der 5. Jahreszeit in Biberach vertraut machen könne, hieß der Oberbürgermeister die neue Leiterin des PGs mit einem Schützen-Survival-Pack "Herzlich Willkommen".


Herrn Hummler beschenkte er mit einem Kochkurs bei einem absoluten Profikoch, um so wenigstens einen Teil der vielen frei werdenden Zeit zu füllen.

Nach einem musikalischen Intermezzo des Klarinettentrios (Nadine Wiedergrün, Ann-Katrin Wiedergrün und Ulrike Hänle) richtete der Schulleiter des Nachbar-Gymnasiums Herr Schott in seiner Rolle als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Biberacher Schulleiter noch einige Grußworte an seinen langjährigen Kollegen.

 
Zu Beginn seiner sehr abwechslungsreichen und humorvollen Ansprache konnte er sich eine kleine Stichelei gegen den ehemaligen WG-Schüler Reinhold Hummler nicht verkneifen: "Mit der großartigen Ausbildung, die Du am Wieland-Gymnasium erhalten hast, war deine Karriere bereits vorgezeichnet!"

Herr Schott gestand ein, dass ihm in Zukunft wohl nicht nur Reinhold Hummlers unnachahmlicher Gebrauch des Konjunktivs fehlen wird. Vor allem sein strategisches Denken, seinen Einsatz und seine Hilfsbereitschaft wird er künftig vermissen. Relativiert würde dieser Schmerz jedoch durch den Ruf, der Frau Imlau vorauseilt.

Das Akkordeonduo Angelina Baumgart und Patricia Keppler spielte "Kurzgeschichten" von Wolfgang Russ-Plötz als nächsten musikalischen Einschub.


Personalratsvorsitzende Karin Miehle (rechts im Bild) trat gemeinsam mit Bärbel Tobelander (links), der Vorsitzenden des Elternbeirats und mit Schülersprecher Tim Will ans Rednerpult. Gemeinsam richteten sie in abwechselnder Folge ihre Abschiedsworte an Herrn Hummler. Dabei betonten sie immer wieder die gute Zusammenarbeit mit dem Teamplayer Reinhold Hummler, der ihnen sogar in der Rolle des Trainers der Fußballnationalmannschaft gefallen würde. Gekonnt habe er als Kapitän immer auf alle Wetterlagen richtig reagiert. Dabei handle es sich bei seinem Schiff Schule keineswegs um ein Traumschiff, sondern eher um ein Transportschiff, das viel Ladung über weite Strecken bringt.

Wie gut die Hummler-Administration funktionierte, habe man daran erkennen können, dass einem keine kuriosen Geschichten oder gar Pannen einfallen würden. Der Schülervertreter Tim Will bedankte sich bei Herrn Hummler für die gute Zusammenarbeit mit der SMV. Als Abschiedsgeschenk überreichte Frau Tobelander Herrn Hummler eine etwas kleinere Ausgabe der frisch zum Schuljubiläum Anfang des Jahres entworfenen Schulfahnen.

Zum Schluss durften endlich die beiden Hauptpersonen auf die Bühne:
Herr Hummler bedankte sich erst einmal bei allen, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen hatten. Er habe sich heute wie ein Gast am PG gefühlt.
Insgesamt sei bei seinem Abschied Dankbarkeit, dass er diese Schule leiten durfte, sein dominierendes Gefühl. Speziell richtete er seinen Dank an die für Schulen zuständige Abteilung 7 des Regierungspräsidiums Tübingen und an die gesamte Stadtverwaltung, bei der er Frau Leonhardt, die Leiterin des Kämmereiamtes, als besonders gute Partnerin hervorhob.

 Aber auch innerhalb der Schule dankte er dem perfekt arbeitenden Sekretariat und dem ganzen Verwaltungsapparat, den Kollegen und den Eltern. Für die wichtigste Gruppe an der Schule, die der Schüler habe er nur uneingeschränktes Lob.

Wie auch Herr Schott wird Herr Hummler die Zusammenarbeit der beiden Schulleiter der städtischen Gymnasien vermissen.

Besonders dankbar zeigte sich der scheidende PG-Schulleiter gegenüber dem Hausmeister Herrn Booch und seiner Frau, die im gleichen Jahr, als er Schulleiter wurde, ihren Dienst antraten. Abgesehen von den ersten paar Jahren sind seither dauernd Baumaßnahmen in Gang gewesen. Hinzu kommen jährlich wiederkehrende Schüleraktivitäten wie Abigag, Nikolausaktion, Christkindle-Runterlassen und viele mehr. Die Hauptlast all dieser Ereignisse hat das Hausmeisterehepaar zu tragen.

Mit seiner Nachfolgerin zeigte sich Herr Hummler sehr zufrieden. Schließlich habe man ihr Team doch als Prozessbegleiter für die Schulentwicklung am PG angefordert. Aufgrund der langen Wartezeiten fand diesbezüglich aber noch kein Kontakt statt. Jetzt könne Frau Imlau den Entwicklungsprozess an unserer Schule aber noch stärker beeinflussen.
Zum Abschluss bedankte er sich bei seinen drei Töchtern und seiner Frau, die einen Vater bzw. Ehepartner als Schulleiter ertragen mussten.
Frau Imlau bedankte sich bei allen Vorrednern für das in sie gesetzte Vertrauen und hofft, dass sie die Erwartungen erfüllen könne. Vom PG scheint sie ziemlich begeistert zu sein: "Ich weiß gar nicht wohin mit meinem Glück, dass ich an Ihre Schule kommen darf." Nach all ihren bisherigen Eindrücken glaubt sie, dass die Schule und die "Neue" recht gut zusammen passen.
 

Besonders dankbar zeigte sie sich gegenüber unserer ehemaligen Schulleiterin Frau Neidlein (Bild rechts), die Frau Imlau bereits vor vielen, vielen Jahren innerhalb ihres "Frauen in Führungspositionen"-Programms gefördert habe. Dass sie einmal deren Nach-Nachfolgerin am PG werden würde, hätte sich Frau Imlau damals nicht erträumen lassen.

Die zukünftige Schulleiterin schloss ihre Ansprache mit den Worten: "Ich freue mich auf den Dialog mit Ihnen, er ist hiermit eröffnet."

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