Große Theater-AG des PG spielt „Die Irre von Chaillot“

Die französische Hauptstadt Paris im Würgegriff skrupelloser Kapitalisten trifft auf Mitmenschlichkeit und Gewitztheit – das ist in Kurzfassung Jean Giradouxs Parabel „Die Irre von Chaillot“. Die Theater-AG der Mittel-/Oberstufe hat sich an das wortreiche Stück gemacht und in sechs abendfüllenden Aufführungen das Komödienhaus damit bespielt.

Unter der Regie von Stefan Birkenmaier und Veronika Kirsch gelangen den 15 Schauspielerinnen und Schauspielern beeindruckende Leistungen.

Das während des Zweiten Weltkriegs verfasste Stück macht den Anfang mit dem Auftritt der Wirtschaftselite. Angeführt vom Präsidenten (André Schwarz) verschwören sich die Baroness (Annika Hobson), der Makler (Helena Runge) und der Prospector (Leonard Le Monnier) und planen die Sprengung der Stadt Paris, um an die vermuteten Erdölvorkommen zu kommen.

Der gedungene Mörder Pierre (Marie-Louise Zimmermann) jedoch führt den Mord am staatlichen Ingenieur, der sich dem Vorhaben entgegenstellt, nicht aus und der Retter (Pauline Dittrich) verhindert seinen Selbstmord.

Die „Guten“, repräsentiert von der Irren von Chaillot, dem Lumpensammler, dem Kloakenreiniger (Pauline Dittrich), dem Arzt (Karsten Freitag), der Tellerwäscherin Irma (Alina Coskun), dem Jongleur (Nick Arnhold) und dem Straßensänger (Jonathan Harsch), nehmen gewitzt den Kampf gegen das Böse auf.

In einer improvisierten Gerichtsverhandlung halten die „Guten“ in absentia Gericht über die Übeltäter und verurteilen sie zum Tod. Der wird listig vollstreckt, indem die Materialisten unter dem Vorwand, das Wasser im Keller rieche nach Öl, zur Irren von Chaillot gelockt werden; aus der Kanalisation von Paris kann es aber kein Entkommen geben.

Gewandet in sehr stilvolle Kleider und beeindruckend geschminkt von Eva Blech zeigten die Schüler eine tolle Bühnenpräsenz. Herausragend ist hier sicher Luca Wetterau zu nennen, der die so gar nicht Irre sehr pointiert und vielschichtig spielte. Unterstützt wurde das Ensemble durch ausgezeichnete Ausleuchtung (Nicolas Grimm und Nick Arnhold) und ein französisch angehauchtes Bühnenbild. Alles in allem eine weitere glanzvolle Darbietung der Großen Theater-AG!


Rückblick